Die ersten Quilts
Lucia Feinig legt große und kleine Stoff-Quadrate und -Rechtecke zusammen, solange, bis spannungsvolle Farbzusammenhänge gefunden sind und die Farbflächen zusammenstimmen. Dann bringt sie die provisorisch gehefteten Quilts in das Galina-Flüchtlingsheim. Dort nähen die Frauen aus Bihac, Foca, Tuzla oder Zvornik an den Decken, die aus drei Schichten bestehen. Von Anfang an sind die Näherinnen für die Linienstruktur verantwortlich, die sich aus den Nähten ergibt. "Was soll ich steppen?" fragen sie oft: Sie haben noch nie einen Quilt gesehen, geschweige denn gemacht. Aber es tut ihnen gut, dass sie etwas in die Hand nehmen, etwas Neues beginnen können.
Schon 1993 gibt es die ersten Ausstellungen.
1998, nach der Schließung des Flüchtlingsheims, wird die Werkstatt auf Anregung von Safira Hoso in das zerstörte Gorazde in Ostbosnien verlegt. |
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Foto: Nikolaus Walter, aus «Vernähte Zeit» |